Belegerteilungs- und Registrierkassenpflicht

Die Finanzierung der angeblich größten Steuer­reform aller Zeiten erfolgt(e) unter anderem durch verstärkte Bekämpfung der Steuerhinterziehung. Wesentliche Maßnahmen in diesem Zusammen­hang sind

Dazu sollten Betriebe und Unternehmer folgendes wissen:    

Die Belegerteilungsverpflichtung trifft alle Unternehmer, unabhängig von der Rechts­form, von der Art der Gewinnermittlung und von der Höhe ihres Umsatzes. Oder anders ausge­drückt: So gut wie jeder Unternehmer muss über alle erhaltenen Barzahlungen einen Beleg aus­stellen, der bestimmte Merkmale aufweisen muss. Ausgenommen von der Belegerteilungspflicht sind nur kleine Maronibrater, Christbaumverkäufer und ähnliche Unternehmer, die ihre Umsätze im Freien – sozusagen "mit der kalten Hand" - erzielen. 

Die ausgestellten Belege müssen mindestens folgende fünf Angaben enthalten:

Betreffend die Angabe der handelsüblichen Be­zeichnung ist zu beachten, dass Sammel­begriffe wie zB "diverse Papierwaren", "Werkzeug" oder "Reparatur" nicht ausreichend sind. Konkreter müsste es zB lauten "10 Ordner", "Hammer" oder "Jahres-Service Heizkessel".   

Von den ausgestellten Belegen muss natürlich eine Durchschrift oder Zweitschrift angefertigt und sieben Jahre aufbewahrt werden.  Wird im Unternehmen zur Aufzeichnung der Bareinnahmen eine elektronische Registrierkasse verwendet, müssen die ausgestellten Belege zusätzli­che Angaben und Sicherheitsmerkmale aufweisen.    

Bereits ab 1.1.2016 besteht Registrierkassenpflicht für alle Betrie­be, deren Jahresumsatz € 15.000,- übersteigt, wenn darin Barumsätze von mehr als € 7.500,- enthalten sind. Unerklärlicherweise zählen zu den Barumsätzen auch Bankomat-, Kreditkartenzah­lungen und ähnliches. Wenn Sie diese Grenzen überschreiten und noch keine elektronische Registrierkasse in Betrieb haben, ist es höchste Zeit, tätig zu werden und eine entsprechende Kassensoftware anzu­schaffen.

Unsere Klienten haben wir bereits lange voraus darüber informiert, was bis wann zu veranlassen ist und insbesondere darüber, dass nicht nur Gewerbebetriebe sondern auch alle Freiberufler von der Registrierkassenpflicht betroffen sind, wenn sie die Umsatzgrenzen übersteigen. Verstöße gegen die Registrierkassenpflicht führen zur Mangelhaftigkeit der Buchführung, die - ungeachtet möglicher finanzstrafrechtlicher Konsequenzen -  dazu führen kann, dass das Finanzamt Umsätze und Gewinne hinzu schätzt.    

Rufen Sie uns bitte an, wenn Sie dazu Fragen haben. Die Finanzverwaltung hat in einem zig-Seiten langen Erlass zahlreiche Klarstellungen vorgenom­men, wodurch zwar nicht alle Zweifels­fragen, aber doch die häufigsten beantwortet werden.        


Gewährleistung: Bitte haben Sie Verständnis, dass wir für unsere (hier naturgemäß nur kurz gefassten) Hinweise und Berechnungen keine Gewähr übernehmen können. Verantwortungsvolle Beratung muss alle Umstände des Einzelfalles beachten!